Claudia Pauli | Flow Impulse – April 2019
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Flow Impulse – April 2019

KW14 – Ungeliebte Stimmen

Diese Woche hätte den Titel verdient: „Das ist der Rhythmus, wo ich mit muss?!“

Die Umstellung der Zeit beeinflusste mich sehr.
Auf der einen Seite freue ich mich sehr, dass die Tage nun wieder länger werden!
Doch andererseits ist mein Schlaf-Wach-Rhythmus ziemlich durcheinander: ich hatte Probleme ein- und durchzuschlafen. Dadurch war ich tagsüber oft müde und nicht mit besonders hohem Energie-Level unterwegs.

Früher beschimpfte ich mich dafür – ok, ich gebe zu: auch heute gibt es Momente, wo ich mich selbst verurteile, doch nur kurzweilig – verausgabte mich oder kompensierte mein Unwohlsein mit Essen. Letztlich bestrafte ich mich selbst, dass ich nicht „funktioniere“.

Heute nehme ich meine Grenzen wahr und schätze mich bzw. meinen Körper!
Deshalb „erlaubte“ ich mir diese Woche auch mal ein Tag-Schläfchen zu machen, einen Waldspaziergang zu machen, längere Mittagspausen mit frischem Salat & Co zu genießen, zwischendurch zu meditieren.

Kurzum: Selbstfürsorge war Programm – zwar nicht immer ohne schlechtes Gewissen bzw. Gedanken, was ich alles tun sollte! Doch überwog die Einsicht, wie kontraproduktiv es wäre, dies nicht zu tun!

Was ich sagen möchte: nimm Dich mit Deinen „Schwächen“ an und tue Dich gut! Das ist essentiell um bei Dir anzukommen, so daß Du wirklich in Deiner Kraft sein kannst!

Spüre Deinen Rhythmus, was gerade wichtig für Dich ist, was Du brauchst. Und das destruktive Geplapper, die inneren Stimmen, die permanent dagegen reden, kannst Du besänftigen.

Vielleicht hilft Dir folgende Übung:

„Unterhaltung mit Deinen ungeliebten Stimmen“
Gehe folgende Schritte:
1. Gib Deine Stimmen Namen: z.B. die Antreiberin, der Zweifler, die Fleißbiene o.ä.
2. Vereinbare feste Sprechzeiten mit den Stimmen, beispielsweise morgens nach dem Frühstück oder abends vorm Schlafen. Meldet sich eine der Stimmen zwischendurch, weise sie freundlich aber bestimmt auf die verabredete Zeit hin und versichere ihr, dass Du dann ganz Ohr bist.
3. Nimm zur abgesprochenen Zeit ein leeres Blatt und frage die Stimme, was sie zu sagen hat. Notiere Dir alles!
Es kann auch sein, dass sie keinen Redebedarf mehr hat, wenn Du ihr Raum gibst!
4. Bejahe anschließend, was Du geschrieben hast! „Ja, so denkt meine Antreiberin.“ Ändere nichts.
5. Reflektiere die Nachricht. Stell Dir die Frag: „welcher Hinweis steckt für mich darin?“ Du kann auch gezielt erneut nachfragen: „Was wünschst Du Dir von mir?“
6. Danke Deiner Stimme bzw. diesem Anteil in Dir!

Beobachte mal, ob sich etwas in Eurer „Beziehung“ verändert, wenn Du die Übung häufiger machst? Fühlt sich etwas anders an!?

 

 

KW15 – Selbstfürsorge

Diese Woche war turbulent: stürmisch mit nahendem Tief.
Ein „gutes“ Beispiel, wie negative Gedanken Gefühle verURSACHEn und nach sich zieht, in einem „Strudel“ von Trübsinn zu verlieren.

Vor Jahren verlor ich mich in diesem Teufelskreis: Selbstkritik bis hin zu Selbsthass und Selbstbestrafung. Selbstvorwürfe, Schlafentzug, sozialer Rückzug, Ess-Brech-Anfälle, exzessiver Sport war mein Umgang mit mir. Das Bild des „Schlachtfeldes“ vom Dalai Lama empfinde ich dafür sehr stimmig!

Glücklicherweise habe ich inzwischen andere „Strategien“ für mich gefunden!
Heutzutage sieht mein Selbstfürsorge „Programm“ bei Herausforderungen so aus:

Zunächst nehme ich wahr, was ist, ohne es zu bewerten (was nicht immer gelingt – noch nicht!).
Dann lasse ich ALLES zu, was hochkommt und gesehen werden möchte. Dabei bin ich mitfühlend und nachsichtig mit mir.
Eventuell stelle ich mir auch die Frage: Was ist das Gute an dem PROblem, dieser Situation? Was darf ich daraus lernen, erfahren?
Dieser Perspektivwechsel und das Hinterfragen destruktiver Gedanken mit „Ist das wirklich so, wie ich gerade denke?“ hilft mir sehr.

Sofern es anfangs mental nicht zu lösen ist, weil das „Chaos im Kopf“ noch zu stark ist, setze ich auf der Körper-Ebene an. Hier hilft mir insbesondere Laufen am Strand oder Spazierengehen im Wald. Und falls ich dran denke, atme ich dabei bewusst in mein Herz.

Wenn auch das nicht möglich ist bzw. mir der Sinn nicht nach Bewegung steht, tut es mir gut, in einen meditativen Zustand zu gehen, vielleicht auch unterstützt durch Musik, die ich gern hören mag.

IMMER wertvoll und hilfreich ist das Drüber-Reden mit meiner Schwester und Freunden! Es ist für mich so wichtig geworden, nicht mehr alles mit mir allein auszumachen und mich zu verschließen!.
Dann bin ich dankbar für diese Unterstützung und wertschätze meinen Weg über das „Schlachtfeld“ hinaus zum Herzensweg!

Wie gestaltest Du Deine Selbstfürsorge?

 

 

KW16 – Kindheitserinnerungen

Letzte Woche ging ich auf Pfaden meiner Kindheit mit meiner Tochter – wir waren auf der Insel Hiddensee ♥

„Dat söte Länneken“ ist Nationalpark und weitestgehend autofrei, daher ist die Atmosphäre für mich sehr besonders und unbeschreiblich beseelend! Einheimische und Touristen sind zu Fuss, mit Rad und/oder Handwagen unterwegs – herrlich entspannend und beruhigend!
Die Landschaft ist ein Traum! Mehrmals dachte ich: in die Ferne reisen ist nicht nötig – das Gute liegt so nah!

Rückblickend bin ich sehr dankbar, dass meine Eltern mit mir (und meiner Schwester) dort oft Urlaub machten!
Das Unberührte, die Natürlichkeit, die Ostsee – all das hat mich tief geprägt und wundervolle Erinnerungen hinterlassen:
Muscheln, Hühnergötter, Donnerkeile und Bernstein suchen; Kleckerburgen bauen; Radfahren zur Heiderose; Verstecken spielen zwischen reetgedeckten Häusern …

Als wir Samstag in Schaprode auf die Fähre stiegen, fühlte es sich wie nach Hause kommen an. Umso trauriger war ich Mittwoch bei der Abfahrt aus Neuendorf. Mein Herz war schwer – gefühlt blieb meine Seele noch länger.
Schon bei der Ankunft auf dem Festland sehnte ich mich zurück nach Hiddensee. Mein Versprechen an mich selbst, dass ich ganz bald wiederkehre zur „Perle der Ostsee“ besänftigte mich etwas!

Vielleicht fahre ich ja auch mit Dir!? Denn seitdem lässt mich der Gedanke nicht los, dort „Flow-Auszeiten“ und Retreats zu veranstalten. Reizt Dich das?

Welche „tief verwurzelten Eindrücke Deiner Kindheit“ hast Du heute noch gern im Sinn!?

 

KW17 – Zuversicht

ZUVERSICHT war der „rote Faden“ dieser Woche.

Zuversichtlich und freudvoll suchten meine Tochter und Neffen im Garten nach Ostergeschenken.
Zuversichtlich fieberte ich beim Finale von the „The Voice Kids“ für „Mimi & Josi“ – meine persönlichen Favoriten, die letztlich gewannen.
Zuversichtlich blieb ich – mithilfe von Lieblingsmenschen – als sich einer dicker „Knoten im Kopf“ festzog hinsichtlich meiner Positionierung, dem was ich anbieten kann und will!
Zuversichtlich konnte eine Freundin in einer scheinbar ärgerlichen Lage sein, als ich ihr die Frage stellte: Was ist das Gute an der Situation?

Bei all diesen Erlebnissen war die Zuversicht „wie ein Surfbrett, das durch die Wellen von Glück und Unglück trägt.“ – wie Peter E. Schumacher sagte.
Dementsprechend bzw. wegen der vielen Facetten gibt es zahlreiche Möglichkeiten Zuversicht zu trainieren – beispielsweise wenn wir einschränkende Glaubenssätzen reflektieren.
Ein Beispiel, was ich in den vergangenen Jahren „neu“ verinnerlichte: statt „Immer passiert mir das“ – sage ich mir nun unterstützend: „Das Leben ist immer für mich.“ Alles was passiert, hat den Sinn, dass ich mich entwickle. Dieser Perspektivwechsel bringt mich ins Fließen, wenn’s „stockt“!

Hilfreich kann auch die Übung „Abstand nehmen“ in belastenden Situationen sein.
Hierbei nimmst Du eine Zuschauerposition ein, um nicht in behindernde Emotionen abzudriften:
1. Erinnere Dich an eine Situation, die Du immer noch unangenehm empfindest.
2. Stelle Dir vor, Du sitzt im Kino und entdeckst auf der Leinwand ein Foto von Dir, bevor die „blockierenden“ Gefühle sich entwickeln.
3. Wandle das Foto jetzt in einen Film, der die gesamte belastende Erfahrung zeigt – von Anfang bis Ende.
4. “Beame“ bzw. versetze Dich nun in den Film und spiele ihn im Schnelldurchlauf rückwärts ab – als wenn der Film in wenigen Sekunden zurückgespult würde! (wichtig!)
5. Nun siehst Du Dir den Film erneut von Beginn an. Wie haben sich die Erinnerungen verändert? Was empfindest Du im Vergleich zu vorher?
Experimentiere gern auch mal mit Farben versus schwarz/weiß oder mit Musik und anderen Stimmen der „Darsteller“ – auch das kann dazu beitragen, dass sich Deine Gefühle zur Erinnerung wandeln!

Wie sind Deine Erfahrungen mit der Übung? Was hilft Dir, zuversichtlich zu sein!?

 

 

Rückblick – April 2019

Entdeckst Du das Tier, was mir diese Monat wiederholt bei meinen Waldläufen begegnete!?
Heute – am letzten Apriltag 2019 –  kreuzte es wieder meinen Weg! Daraufhin war mein Gedanke, dass es mir etwas sagen möchte bzw. mit meinem „roten Faden“ in den letzten Wochen zusammenhängt!

Seine Botschaft ist: Liebe überwindet. Liebe verändert. Liebe heilt.

Und JA, der April war erfüllt mit LIEBE und Vertrauen: die wieder „aufgefrischte“ Liebe zur Insel Hiddensee, die bedingungslose Sympathie von Herzensmenschen, was mir Kraft schenkte in (gefühls-) stürmischen Zeiten und die Gewissheit, dass auch unerreichbar Erscheinendes neue Hoffnung erlebt (Stichwort: Webseite!)

Bemerkenswert finde ich die Analogien zu meinen Rauhnachts-Aufzeichnungen. Meine Notizen vom 28.12.18 spiegeln tatsächlich meine Erfahrungen in diesem Monat wider. Jedes Mal aufs Neue erstaunlich, wie das passt!

Mit welchem EINEN Wort kannst Du Deinen April zusammenfassen!?

Un nun wünsche ich Dir viel Freude beim „Tanz in den Mai“!